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Hallo liebe Homepage-Besucher(innen) Der Stadtverband –Stadtmitte-, gelegen im Zentrum unserer schönen Stadt, möchte Sie nicht nur über unseren Vorstand, die Politik, den Service und über die Raute informieren, er möchte Sie auch über die historischen Hintergründe unserer Stadt informieren. Folgt man den Erkenntnissen der Historiker und Stadtarchi vare, wurde Neumarkt, lat. Novum Forum, zwischen 1130 und 1150 gegründet und ist damit älter als München. Erste urkundliche Erwähnung fand - nuwenmarchet - 1160, siehe Urkunde. Gegründet wurde Neumarkt aber wahrscheinlich schon zwischen 1130 und 1150. Angelegt als vermutliche Gründerstadt, der ursprüngliche Stadtplan, lässt diesen Schluss zu, entstand sie an der neuen Handelstrasse zwischen Ingolstadt und Nürnberg und war wohl, wie schon der Name vermuten lässt, hauptsächlich als Handelsplatz gedacht. Über eigene Stadtrechte ist zu dieser Zeit nichts bekannt, Neumarkt wurde wohl vom königlichen Gut Berngau aus verwaltet. Während der Stauferzeit unter Friedrich II wurde Neumarkt 1235 das Privileg der Zollfreiheit zwischen Neumarkt und Nürnberg gewährt. Im Jahre 1268 gelangt Neumarkt in die Hände der Wittelsbacher. Trotz wechselvoller geschichtlicher Ereignisse dauert dieser Zustand bis 1628. Im Jahr 1315 erhält Neumarkt eine Stadtbefestigung Um 1410 wurde Neumarkt Residenzstadt. Unter Pfalzgraf Johann entstanden das neue Schloss, die bestehenden Kirchen –Hof -und – Pfarrkirche wurden vergrößert, das Rathaus wurde gebaut. Es entstand ein reges Hofleben und die Stadt blühte auf. Nach dem Tod Pfalzgraf Johanns 1314, ging Neumarkt acheinander an seinen Sohn Christoph, gestorben 1448 dann an Otto I, gestorben 1461, um schließlich bei Otto II zu bleiben, der bis zu seinen Tod 1499 in Neumarkt blieb und hier auch in der Hofkirche begraben ist. Otto II hatte eine große Vorliebe für die Wissenschaften und ließ deshalb auch den sogen. - Mathematikerturm – bauen, in dem er sich besonders an seinem Lebensende gerne zurückzog, um wissenschaftliche Studien zu treiben. Mit seinem Tod erlosch auch die Linie des Hauses Pfalz-Mosbach. Das Erbe fiel an die Kurlinie zurück. Ein zweites Mal wurde Neumarkt Residenzstadt unter Pfalzgraf Friedrich II. Da Friedrich viel reist, ist seine Anwesenheit in Neumarkt urkundlich nur für die Jahre 1520,1530,1533 und 1538 nachgewiesen. Im Jahre 1520 brennt das Schloss ab und Friedrich lässt es bis 1539 wieder aufbauen. In dieser Zeit entsteht auch das neue Zeughaus, jetzt besser bekannt unter dem Namen -Reitstadt-. Nach dem Tod seines Bruders Ludwig V 1544 erhält Friedrich II die Kurwürde und siedelt nach Heidelberg über. Nach seinen Tod 1556 kehrt seine Witwe Dorothea nach Neumarkt zurück. Neumarkt und die Reformation Bereits 1521 also noch unter der Regierung Friedrichs wurde ein lutherischer Hofkaplan bestellt. Doch dauerte es noch bis 1548 bis der Katholizismus um und in Neumarkt endgültig aufgegeben wurde. Die Hofkirche wurde 1582 unter dem Statthalter Johann Kasimier calvinistisch. Doch bereits 1627 gab es in Neumarkt bereits wieder 50 katholische Häuser und es wurde auch erstmals wieder eine Fronleich-namsprozession abgehalten. Es dauerte aber noch bis zum Friedensschluss am 24.Oktober 1648 bis in Neumarkt wieder der Religionsfrieden einkehrte. Neumarkt und der dreißigjährige Krieg 1618 bis 1648 Wie ganz Deutschland, so litt auch Neumarkt unter den Wirren dieses Krieges. Am 16. Juni 1632 lagerte Schwedenkönig Gustav Adolf mit seiner Armee noch in Fürth, während ihm Wallenstein von Regensburg aus entgegenzog. Am 27. Juni 1632 brach das Unglück über Neumarkt herein, die Stadt wurde von den Schweden angegriffen und beschossen. Die Schäden waren erheblich und so entschloss sich der Magistrat am 28. Juni zur Übergabe. Damit aber war der Leiden noch kein Ende. Denn nun eroberten die Kaiserlichen die Stadt, wo sie dann wieder von den Schweden vertrieben wurden. Diese Wechselspiele dauerten quasi bis März 1649, wo die letzten schwedischen Truppen aus Neumarkt abzogen. Aber nicht nur der Krieg hatte Neumarkt heimgesucht. Auch die Pest hatte 1632 hier gewütet und die Bevölkerung dezimiert, so dass bei der Huldigung für den Kurfürsten am 9. September 1652 nur mehr ca. 1100 Neumarkter übrig waren. Neumarkt nach dem 30-jährigen Krieg Auch in der Folgezeit bis zum Ende des 18. Jahrhunderts wurde Neumarkt immer wieder mit Krieg und Besetzung überzogen und hatte vor allem die Kosten zu tragen. Nach Residenzstadt wurde Neumarkt Garnisonsstadt und blieb es bis ins 20. Jahrhundert. Der erste Weltkrieg hatte zur Folge, dass viele Kriegsteilnehmer nicht mehr zurückkehrten und die anderen Bürger mit den übrigen Reichs-bürgern die Not des Krieges zu tragen hatten. Im zweiten Weltkrieg wurde Neumarkt bei den Bombardements am 23.2. und 11.4.1945 größtenteils zerstört. |