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Juni 2010: Landrat Löhner: "Landkreis hat seine Pflichtaufgaben erfüllt"

Die kommunale Schuldenkrise zwingt Städte und Gemeinden zu drastischen Maßnahmen: 60 Prozent der Gemeinden wollen kommunale Leistungen reduzieren, 84 Prozent Gebühren und Steuern erhöhen. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Umfrage der Unternehmensberatung Ernst & Young unter 300 deutschen Kommunen. Völlig anders stellt sich die finanzielle Situation im Landkreis Neumarkt dar: hier ist man in der Lage ein Investitionsvolumen von annähernd 100 Millionen Euro in den nächsten zehn Jahren zu stemmen.
"Der Landkreis Neumarkt hat seine Pflichtaufgaben erfüllt. In Zeiten einer globalen Finanzkrise sind wir in der glücklichen Situation unsere Hausaufgaben in der Vergangenheit gemacht zu haben. Dies zahlt sich jetzt aus", so Albert Löhner mit Blick auf die derzeitige Entwicklung des Landkreises Neumarkt.
Ein eindeutiger Schwerpunkt bei der Investitionstätigkeit des Landkreises liegt laut Löhner in den nächsten Jahren auf der Modernisierung der Landkreisschulen. Besonderen Wert wird man hierbei auf die energetische Modernisierung legen. Schon in den vergangenen Jahren wurde vom Landkreis mehr als 40 Millionen Euro in die weiterführenden Schulen investiert. Größter Brocken wird bei den laufenden Sanierungs- bzw. Erweiterungsmaßnahmen die Modernisierung des Willibald-Gluck-Gymnasiums sein, die allein mit 19 Millionen zu Buche schlägt. Doch auch das Ostendorfer-Gymnasium(10 Mio.), die Mädchenrealschule(4,5 Mio.) sowie das Gymnasium in Parsberg(2,3 Mio.) werden von einer kräftigen Finanzspritze profitieren.
Der JU-Vorsitzende Marco Gmelch und sein Stellvertreter Maximilian Kirsch lobten diese Entwicklung: "Investitionen in Bildung sind Investitionen in die Zukunft. Gerade ein breites und auch attraktives Bildungsangebot macht einen Landkreis lebenswert." Ein "zukunftsweisender Weg" ist laut Landrat Albert Löhner auch mit der Ansiedlung der FH-Aussenstellen am Klinikum und im Maybach-Museum eingeschlagen worden. So soll in Neumarkt ein Campus der Georg-Simon-Ohm-Hochschule entstehen. In den nächsten sieben Jahren ist nach Angaben des Landrates die Ansiedlung weiterer Hochschuleinrichtungen in Neumarkt vorgesehen - mit entsprechender finanzieller Unterstützung des Landkreises und der Stadt. Für weitere Einrichtungen laufen bereits intensive Vorgespräche. "Unser gemeinsames Ziel ist die Schaffung eines tragfähigen Campus Neumarkt", betonte Landrat Albert Löhner. Ein erstes Erfolgsmodell sei der Studienschwerpunkt "Gesundheitsökonomie", der seit zwei Jahren von der Fakultät Betriebswirtschaft der Ohm-Hochschule in Kooperation mit dem Klinikum Neumarkt betrieben wird.
Werner Sperber und Gerrit Ehrensberger von der JU-Neumarkt bedankten sich im Anschluss an die Veranstaltung bei Landrat Albert Löhner für dessen Ausführungen: "Der Landkreis Neumarkt macht Politik für uns, die junge Generation. Von Investitionen, die heute in Bildung und Gesundheit getätigt werden, werden wir in naher Zukunft profitieren. Dass all dies noch dazu ohne jegliche Verschuldung möglich ist, hat Vorbildcharakter. Andere sollten sich hieran ein Beispiel nehmen!"