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CSU-Stadtverband
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Email: stadtverband@csu-neumarkt.de

25.07.11: CSU für den Ausbau Neumarkts als echten Hochschulstandort

Der sogenannte demografische Wandel, mit beginnender schrumpfender Bevölkerung, stellt die Kommunen und auch die Stadt Neumarkt vor große Herausforderungen.
Ein verstärkter Wettbewerb der Städte und Gemeinden um Bürger wird die nächsten Jahre und Jahrzehnte prägen.
Dabei wird es vor allen Dingen darum gehen müssen, junge Menschen nach Ihrer Schulausbildung in Neumarkt zu halten und ihnen weiterführende Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten zu bieten.
Übergeordnetes Ziel der Kommunalpolitik in der Stadt Neumarkt i.d.OPf. muss deshalb der Erhalt und die deutliche Weiterentwicklung der Attraktivität gerade auch als Bildungsstandort sein.

Deshalb unterstützt die CSU-Stadtratsfraktion ausdrücklich die Hochschule Amberg-Weiden (HAW) beim geplanten Aufbau einer Technologietransferstelle in Kooperation mit dem Landkreis Neumarkt.
Die Initiative dazu kam ohnehin von Werner Thumann, der im Landratsamt für Regionalentwicklung und Umweltfragen zuständig ist und bereits vielfältige Kontakte mit der HAW pflegte. Auf seine Anregung hin hatten sich in diesem Frühjahr Präsident Prof. Dr. Erich Bauer, der Technologiebeauftragte der HAW, Prof. Dr. Markus Brautsch, und Dr. Wolfgang Weber (Pressesprecher der HAW), Landrat Albert Löhner und Kreisentwicklungsabteilungsleiter Michael Gottschalk mit ihm getroffen und den Aufbau der Technologietransferstelle besprochen.

Die CSU-Stadtrats- und Kreistagsfraktionen sehen in dieser Kooperation einen ersten Schritt und die Chance, weitere Hochschuleinrichtungen in Neumarkt zu
etablieren. Deshalb traf sich Werner Thumann ein weiteres Mal mit Prof. Dr. Markus Brautsch, demTechnologietransferbeautragten der Hochschule, um weitere Ausbauschritte zu besprechen.

Dabei stellte sich sehr schnell heraus, dass eine Kooperation im Bereich Technologietransfer viele Vorteile bringt. So arbeitet die HAW im Bereich Energie- und Umwelttechnik bereits intensiv mit einigen mittelständischen Firmen des Landkreises wie etwa der Huber SE Berching, KW-Energietechnik Freystadt und der Burkhardt GmbH Mühhausen zusammen.

„Hier wird bereits eine enge Kooperation Wirtschaft - Wissenschaft - angewandte Forschung praktiziert. Umgekehrt versuchen wir neben dem Umweltinstitut der Georg-Simon-Ohm Hochschule Nürnberg und dem Studienzentrum
am Klinikum sowie der dem Ausbildungszentrum der Musikhochschule weitere Hochschuleinrichtungen in der Region zu etablieren, um die Wege Wirtschaft - Wissenschaft zu verkürzen. Ein Technologietransferinstitut mit dem Schwerpunkt Energietechnik und Technologietransfer würde hierzu eine ideelle Abrundung und Ergänzung darstellen“, betonten die Fraktionschefs Werner Thumann und Josef Köstler.

An der Hochschule Amberg-Weiden wird an beiden Standorten in Amberg und Weiden ein HAW Technologiecampus in engem Schulterschluss mit der Hochschulregion Oberpfalz, ihren Gebietskörperschaften und der Wirtschaft aufgebaut. Diese innovative, zukunftsgerichtete Initiative wird den Wissens- und Technologietransfer von der Hochschule insbesondere in die regionalen, mittelständisch geprägten Unternehmen intensivieren.

Begleitend zum HAW Technologiecampus und der Beteiligung am Technologiecampus Cham wird sich die Hochschule Amberg-Weiden auch verstärkt im Raum Neumarkt engagieren.
Entsprechende Ansätze sind etwa der Ausbau der Projekte in der angewandten Forschung (z.B. Beratung von Unternehmen im Bereich des Einsatzes erneuerbarer Energien zur Optimierung der Energieeffizienz), die Einbindung von Firmen aus dem Landkreis und der Stadt Neumarkt in der Careerday der Hochschule als Firmenkontaktbörse zwischen Hochschule, Studierenden und der Praxis, der Ausbau der Schulpartnerschaften, die Integration der Neumarkter Wirtschaft in den Partner Circle der Hochschule, die Einbindung von Unternehmen in den HAW Technologiecampus bis hin zum Ausbau dualer Studiengänge der Hochschule mit Unternehmen in Neumarkt in Form der Kombination von Ausbildung und Studium oder einer Intensivierung der Mitarbeit von Studierenden in den regionalen Unternehmen (Studium mit vertiefter Praxis).
Hierzu wurden erste Schritte bereits umgesetzt, so in jüngerer Zeit eine Untersuchung für das Unternehmen Guttenberger + Partner Lichtwerbung GmbH in Freystadt mit Blick auf den Einsatz regenerativer Energien.

„Darauf aufbauend wollen wir möglichst eine eigene Einrichtung der Hochschule Amberg-Weiden in Neumarkt verankern.“, erklärten Werner Thumann und Josef Köstler übereinstimmend.

CSU-Fraktionsvorsitzender Werner Thumann schlug ganz konkret darüber hinaus vor, zu prüfen ob man nicht das schon seit Jahren leerstehende frühere städtische Altenheim am Residenzplatz als zentralen Studien- und Forschungsort entwickeln sollte.
Neben der Verbesserung der Ausbildungsmöglichkeiten in Neumarkt wäre dies auch ein sehr konkreter Beitrag zur vieldiskutierten und dringend notwendigen Belebung und Stärkung der Neumarkter Altstadt.