Derzeit widmet sich das Stadtmuseum in einer Sonderausstellung den persönlichen und beruflichen Lebensgeschichten von Neumarktern während der Weimarer Republik und der NS-Diktatur. Auch der CSU Ortsverband Stadtmitte hat sich mit diesem Thema auseinandergesetzt und zu einer Führung durch die Ausstellung „Wider das Vergessen. Neumarkter Lebenswege 1919-1945“ unter Leitung von Petra Henseler, M.A., Museumsleitung am 24.02.2011 in das Stadtmuseum Neumarkt eingeladen.
Eine audiovisuelle Präsentation vergegenwärtigte uns zunächst anhand zeitgenössischer Bild- und Filmdokumente wichtige Ereignisse in Neumarkt während der NS-Zeit. Den Schwerpunkt setzt die Ausstellung jedoch auf persönliche Schicksale, die anhand erstmals gezeigter Dokumente und Erinnerungsstücke lebendig werden sollen. So sollen Regimegegner und Verfolgte vor dem Vergessen bewahrt werden. Wir erfuhren auch von Denunziationen und Drohungen, mit denen sich die Menschen alltäglich konfrontiert sahen und die viele zu Duldern oder willfährigen Parteigängern des Systems werden ließen. Zudem wird versucht, die Motivation von Wegbereitern und Nutznießern der braunen Willkürherrschaft zu ergründen. Anhand ausgewählter Beispiele soll uns ermöglicht werden, die Mechanismen des nationalsozialistischen Unrechtsregimes in einer Kleinstadt nachzuvollziehen.