Biomasseheizkraftwerk und Unteres Tor im Blick
CSU-Ortsverbände informierten sich über die aktuelle Stadtpolitik beim Fraktionsvorsitzenden Werner Thumann
Zu einen kommunalpolitischen Diskussionsabend mit dem Fraktionsvorsitzenden Werner Thumann luden im Oktober die CSU-Ortsverbände Altenhof-Kohlenbrunnermühle, Holzheim, Höhenberg, Stadtnorden und Stauf ein. Wie erwartet dominierten zwei "Dauerbrenner" der Neumarkter Kommunalpolitik den Gesprächsabend: das kürzlich beschlossene Biomasseheizkraftwerk und das Einkaufszentrum am Unteren Tor mitsamt seiner Verkehrserschließung.
Es kristallisierte sich heraus, dass das bereits im Juli diesen Jahres nach zähem Ringen beschlossene Biomasseheizkraftwerk bis heute einem Großteil der CSU'ler schwer im Magen liegt. Oliver Schlereth, CSU-Stadtnorden, äußerte sich entsprechend: "Ich habe noch immer die Befürchtung, dass sich die Stadt Neumarkt mit dem Biomasseheizkraftwerk ein unkalkulierbares Risiko aufgehalst hat. Die sprunghaften Preissteigerungen am Holzmarkt werden sich auch in Zukunft bemerkbar machen." Stadtrat Werner Thumann erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass ursprünglich ein Biomasseheizkraftwerk in der Größenordnung von 37 Millionen Euro geplant worden war. "Glücklicherweise hat die CSU-Stadtratsfraktion zum richtigen Zeitpunkt interveniert. Nun wird ein Biomasseheizkraftwerk mit der Investitionssumme von etwa 17 Millionen Euro realisiert. Folglich hat die CSU dem Stadtsäckel 20 Millionen Euro an sinnlosen Investionen erspart", so Werner Thumann weiter. Greifbarer ausgedrückt könnte beispielsweise mit dieser Summe das lang ersehnte Ganzjahresbad für die Neumarkter Bürgerinnen und Bürger realisiert werden.
"Endlich rührt sich etwas am Unteren Tor", so war es beim Diskussionsabend der CSU im Gasthaus Plitvice unisono zu vernehmen. Trotz der allerorten aufkeimemden Euphorie über die derzeitige Entwicklung am Unteren Tor zeigten sich die ebenfalls anwesenden Stadträte Dr. Heinz Sperber und Lissy Walter bei der weiteren Verkehrsplanung am Unteren Tor zurückhaltend: "Nach all den Jahren dürfen wir jetzt nicht eine Entscheidung pro Tunnel über das Knie brechen. Eine derart weitreichende Entscheidung über eine Verkehrslösung mit der Invesitionssumme im Wert von 40 Millionen Euro muss mit Bedacht angegangen werden." Nach Meinung der CSU-Stadtratsfraktion sollten neben der Tunnellösung auch andere Varianten der Verkehrsführung am Unteren Tor auf ihre Realisierbarkeit parallel geprüft werden. Dieser Vorschlag der CSU fand schlussendlich auch in der Stadtratsitzung am 28. Oktober eine breite Zustimmung: neben der Tunnellösung wird nun auch eine Weiterentwicklung der bestehenden Kreuzungsanlagen für die Verkehrserschließung des Unteren Tores überdacht.
Im Anschluss an die Veranstaltung bedankten sich Susanne Sippl und Werner Sperber im Namen aller beteiligten Ortsverbände beim Referenten Werner Thumann. Die beiden jungen Ortsvorsitzenden wünschten sich, dass die CSU-Stadtratsfraktion auch weiterhin die Stadtpolitik in dieser konstruktiven und auch kritischen Weise begleite: "Im Stadtrat werden derzeit Entscheidungen getroffen, die sich auf nächste Generationen auswirken. Dessen sollte sich jeder Stadtrat bei aller Entscheidungsfreude bewusst werden."