Home   |   Suche   |   Links   |   Impressum   |   Kontakt  
Balken
Stadtverband Neumarkt
Neumarkt
Ortsverbände Arbeitsgemeinschaften

PfeilNeumarkt
PfeilAltenhof
PfeilHasenheide
PfeilHolzheim
PfeilHöhenberg
PfeilMühlen
PfeilPelchenhofen
PfeilPölling-Rittershof
PfeilStadtmitte
PfeilStadtnorden
PfeilStadtosten
PfeilStadtsüden
PfeilStauf
PfeilWoffenbach
PfeilWolfstein
PfeilFrauen Union
PfeilJunge Union Neumarkt
PfeilMittelstandsunion
PfeilSenioren Union
Neumarkt

CSU-Stadtverband
Hallertorstraße 16
92318 Neumarkt i.d.OPf.

Telefon 09181 / 2 25 49
Telefax 09181 / 1575

Email: stadtverband@csu-neumarkt.de

10.09.09, CSU-Fraktion: Turnerheim muss erhalten werden

Es war einer der ersten großen Aufreger in der Sitzung des Stadtrates vom 18. September vergangenen Jahres.
Fast im „Vorbeigehen“ hätte eines der geschichtsträchtigsten Gebäude der Stadt, mit dem nahezu jeder Neumarkter Erinnerungen und Emotionen verbindet, per Stadtratsbeschluß dem Erbboden gleich gemacht werden sollen.

In nüchtern-knapper Form konnte man in der Sitzungsvorlage lesen: „Das ursprüngliche Turnerheim stammt aus dem Jahre 1926 und wurde oftmals erweitert und umgebaut. Eine einheitliche Bausubstanz und ein besonderer städtebaulicher Wert dieses Gebäudes sind nicht erkennbar. Eine zwingende Erhaltung ist daher nicht geboten. Aus wirtschaftlichen und baulichen Gründen erscheint ein Ersatzbau sinnvoll:“

Dem beherzten Eintreten der CSU-Fraktion mit den Stadträten Silberhorn, Lahner, Ernst, Graf und Thumann sowie Frau Stadträtin Plankermann von der SPD gelang es dann zumindest eine stärkere Einbindung von Stadträten in einem Steuerungskreis und die ausdrückliche Prüfung des Erhaltes zumindest von Teilen der historischen Bausubstanz in den Planungsprozess aufzunehmen.

Besonders ärgerlich war und ist die Tatsache, dass mit den bisherigen Nutzern nicht gesprochen wurde und damit natürlich eine große Verunsicherung aufgetreten ist.

Unser Turnerheim mit all seinen angestammten Nutzungsmöglichkeiten in der Gastronomie, der Turnhalle, dem Saal und der Kegelbahn sollte einer modernen Dreifachturnhalle weichen, die in erster Linie nur noch Sportnutzungen zulässt.

Die Ringer schätzen den hervorragenden Schwingboden im alten Turnerheim, der Theaterverein Schloßspiele stet in der langen Tradition des Theaterspielens im Turnerheim, wie viele Neumarkter haben hier ihren Tanzkurz absolviert? Wie viele unvergessliche Stunden hatten die Neumarkter hier bei Sport, Kegeln, Musik, Tanz, Theater und in der Gastronomie?

Unser Turnerheim darf nicht untergehen! Zumal die CSU-Fraktion sehr wohl eine besondere städtebauliche Qualität mindestens des ersten Bauteiles mit seiner regionaltypischen Kalksteinausführung sieht. Eine Stadt, die in den letzten Kriegstagen fast vollständig zerstört wurde, hat eine besondere Verantwortung im Umgang mit den wenigen Gebäuden mit Historie, die ihr noch verblieben sind.
Darüber hinaus verfügt die Stadt Neumarkt über sehr gelungene Beispiele beim charmanten Zusammenspiel einer werterhaltenden Sanierung alter Bausubstanz und moderner Ergänzung, wie zuletzt bei den alten Expresswerken vorbildlich umgesetzt.

Die CSU-Fraktion sperrt sich natürlich nicht gegen eine zeitgemäße Sanierung und eine Ergänzung möglicherweise mit einer neuen Doppelturnhalle.
Für eine Dreifachturnhalle konnte der Bedarf nicht nachvollziehbar belegt werden, die geschätzten Kosten von 8 Millionen Euro ohne Abrißkosten und Entsorgung sind sehr hoch und auch die städtebauliche, sensible Einbindung einer Dreifachturnhalle in die vorhandene kleinstrukturierte Bebauung an der Maria-Hilf-Straße erscheint kaum möglich.

Besonders problematisch sind jedoch die ungünstigen Anfahrtsmöglichkeiten nahe dem Stadtzentrum und die fehlenden Parkmöglichkeiten für die Besucher von Großveranstaltungen in einer Dreifachturnhalle.
Alles spricht deshalb aus Sicht der CSU-Fraktion für eine sensible Weiterentwicklung und Sanierung des Turnerheimes unter Beachtung des städtebaulichen Zusammenhanges und der dortigen Lage.
Auch aus Respekt vor der grandiosen bürgerschaftlichen Leistung des Neumarkter Männerturnvereines, dessen Vorsitzender Johann Höpfl bei der Einweihung des Turnerheimes am Samstag, den 7. August 1927 folgende bewegende Worte sprach: „Möge Gottes Segen über diesem Hause sein, mögen alle die ein- und ausgehen, glückliche Stunden in ihm verleben … Gebt es wieder zu treuen Händen der Jugend, die nach Euch kommt! Möge das Haus dann stets in den Geiste erhalten bleiben, in dem es geschaffen wurde!“


Ansprechpartner:
Werner Thumann, Stadtrat
Helmut Jawurek, Stadtrat
Dr. Achim Silberhorn, Stadtrat