13.03.09, CSU-Fraktion: CSU wird in Sachen Lärmschutz aktiv
Die Anwohner des Baugebiets Gartenäcker in Woffenbach drängen darauf, dass der Lärmschutzwall entlang der Bahnlinie verbessert wird. Mit ihrem Anliegen haben sie sich an CSU-Stadtrat Ferdinand Ernst gewandt, der wiederum einen entsprechenden Antrag an die Stadt gestellt hat.
Die Bürger hätten gleich einen konkreten Vorschlag, wie der Lärmschutz verbessert werden könnte, schreibt Ernst. Derzeit endet der bestehende Wall mit der Bebauung. Zwischen dem Ende des Walls und der Überführung des Münchener Rings über die Bahn besteht parallel zu den Gleisen kein Lärmschutz. Aus Richtung Nürnberg einfahrende Züge kommen somit mit einem "Knalleffekt" unter der Brücke heraus, bevor sie erst nach rund 50 Metern hinter dem Lärmschutzwall abtauchen. Da die Gleise sogar leicht über dem Geländeniveau verlaufen, belastet der Lärm das Wohngebiet dort besonders.
Die Anwohner schlagen daher vor, den Lärmschutzwall auf dem vorhandenen städtischen Grund zwischen Bolzplatz und Bahnlinie bis zur Brücke weiterzubauen. Dies dürfte ohne Verlegung des bestehenden Bewirtschaftungsweges möglich sein.
Auch wenn bei dieser Lösung unter Umständen noch etwas Schall unter der Brücke durchdringen könnte, stelle sie nach Aussage von Hubert Lack vom Fachbereich Umweltschutz beim Landratsamt eine wesentliche Verbesserung gegenüber dem Status quo dar. Der Lärm im Wohngebiet könnte so deutlich reduziert werden.
Laut Aussage der Anwohner sei diese Möglichkeit bereits vor Monaten bei einem Ortstermin Martin Hollweck vom Tiefbauamt der Stadt vorgestellt und auch verwaltungsintern diskutiert worden. Eine Umsetzung ist bislang jedoch nicht erfolgt.
Und noch einen Aspekt in Sachen Lärmschutz spricht die CSU an: Offensichtlich sei der bestehende Lärmschutzwall entlang des Wohnprojekts Pöllinger Straße/Bahnweg seinerzeit nicht ordnungsgemäß bzw. nur teilweise ausgeführt worden - und der Bauträger habe wohl Auflagen der Stadt nicht eingehalten. Denn die Gleise verlaufen bis zu zwei Meter oberhalb des Straßenniveaus - teilweise ohne jeden Lärmschutz für einen Großteil der Anwohner. An dieser Stelle sei auch ein ungeschützter Gleisübergang möglich, der rege genutzt werde, wie die ausgetretenen Pfade zeigten.
Deshalb schlagen Ernst und der CSU-Ortsverbands-Vorsitzende Maximilian Federhofer vor, den Lärmschutz fortzuführen und bei nicht ausreichender Höhe beispielsweise mit Betonringen zu ergänzen. Falls die Arbeiten im Kompetenzbereich des Oberbürgermeister liege, könne Thumann sich auch der Sache sofort annehmen. Bei einem Ortstermin am Samstag, 21. März, um 11 Uhr am Bolzplatz Gartenäcker werde das Projekt gemeinsam mit den Bürgern erläutert.